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selbstverständnis

Diese Seite enthält Auszüge aus dem Qualitätsmanagement-Handbuch der Telefonseelsorge Ulm/Neu-Ulm, zum Thema “Selbstverständnis”

inhalt

1. gemeinsames konzept

1.1. Konzept der Stelle

Grundlagen des Konzepts sind die BAG Richtlinien 1978, Ethik Charta und Normen von IFOTES, die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt 2001 und 2002 sowie die Ergebnisse des Selbstvergewisserungsprozesses der Evang./Kath. Konferenz 2002/2003.

Telefonseelsorge versteht sich demnach als Ausdruck der seelsorgerischen Verantwortung der christlichen Kirchen und damit als eine Form der Krisenhilfe.

Das Angebot besteht in Begegnen, Begleiten, Klären und Halt geben.

Telefonseelsorge als Institution arbeitet mit an der Verbesserung humaner Lebensbedingungen, indem sie über dieses Angebot hinaus gesellschaftliche Probleme wahrnimmt und eine Öffentlichkeit dafür herstellt. Die Stellen kooperieren miteinander.

1.2. Kernpunkte des Selbstverständnisses

Mediales Angebot : Telefonseelsorge macht ein mediales Angebot.

Anonymität: Die Anonymität der Anrufenden ist zu wahren. Die Anonymität anderer Mitarbeitenden ist zu wahren. Die eigene Anonymität ist ausführlich zu reflektieren und innerhalb des von der Stelle festgelegten Rahmens in die Verantwortung des Einzelnen zu geben. Die Anonymität des Ortes der Telefonseelsorge soll bewahrt werden.

Vertraulichkeit: Die Arbeit ist streng vertraulich.

24-Stunden-Dienst: Das Angebot der Telefonseelsorge wird am Telefon rund um die Uhr, also zu jeder Zeit bereitgestellt.

Ehrenamtlichkeit: Der Dienst wird von Ehrenamtlichen geleistet, die ausgewählt und aus-, fort- und weitergebildet werden.

Kostenfreiheit: Für das Angebot erhebt Telefonseelsorge keine Kosten.

1.3. An wen richtet sich das Angebot der Telefonseelsorge?

Telefonseelsorge macht ein mediales Angebot für

  • Menschen in suizidalen und anderen Krisen
  • Menschen mit Problemen in ihren Beziehungen
  • Menschen mit chronischen seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen
  • Menschen, die sich auf eine Begegnung einlassen

1.4. Theoretisches Konzept

Auf der Grundlage des christlichen Glaubens wird die Arbeit der Telefonseelsorge als Seelsorge im Sinn eines diakonischen Auftrags verstanden.

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes verstehen die Telefonseelsorge-Mitarbeitenden ihre Arbeit als eine Form der Begegnung. Sie tun dies in großer Achtsamkeit für den Kontakt Suchenden und für sich und in hoher Verantwortung bzgl. der institutionellen und persönlichen Grenzen. Sie leisten keinerlei Fachhilfe oder –beratung. Die Stelle ist nicht einer bestimmten therapeutischen Schule verpflichtet. Es wird methodische Vielfalt angestrebt.

Telefonseelsorge Ulm/Neu-Ulm - Postfach 4070 - D 89030 Ulm   Stand: 22.02.2004

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